Highfield 2008

12:45 August 24th, 2008

Vorwort

Die Vorfreude aufs diesjaehrige Highfieldfestival am Stausee Hohenfelden bei Erfurt zog sich ueber mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate. Als es dann endlich soweit war und die meisten von uns schoen Bier und sogar eine Eintrittskarte sicher hatten galt es am Mittwoch dem 13.08. die meisten Sachen schonmal in den Autos zu verstauen und bei dem einen oder anderen Bierchen noch Kosicks und Borstis Geburtstag zu feiern. Das erste mal haben sich auch Neulinge aus Freiberg zu uns gesellt und wollen gemeinsam mit uns den Ueberlebenskamp auf dem Highfield antreten: Cav aka Paul aka Lukas, illi und susi. Dr. Aal war leider wegen Pruefungen verhindert.

Tag 0

Nach alter Tradition reisten wir schon einen Tag vor dem eigentlichen Beginn des Festivals an. 8:30 Uhr nochmal schnell an die Tankstelle Luftdruck pruefen und am Simmel in Aue mit den anderen chaoten treffen. Schon da war klar: Borstis Auto war einseitig ueberbeladen. Das Bier war einfach zu viel und zu schwer. Schliesslich hatten wir
neben den ueblichen Paletten 5,0 diesmal auch noch einige Wernesgruenerfaesser zu schleppen, der Wernesgruenertreueaktion sei dank. Das Problem war jedoch schnell beseitigt, schliesslich war in den anderen Autos noch ein wenig Platz. Und welch einer freut sich nicht eing an 3 oder 4 Palleten Bier geprest im Auto zu sitzen. Fuer ausreichend Fahrtverpflegung war also gesorgt.

Schon auf dem Weg nach Zwickau bot sich uns ein amuesantes Bild: Ein LKW mit einem Schuttkontainer fuhr vor unserer Kolonne und hatte einen alten Trabant in eben diesem Kontainer. Der ein oder andere kehrte bei diesem Anblick schon in sich und fragte sich ob wir auch so enden wuerden.

Merane erreicht und ab auf die Autobahn richtung Erfurt. Es ging gut vorran, doch an unseren weiblichen Begleiterinnen hing es wieder. An der Raststaette “Teufelstal” (irgendwie passend) galt es einen ersten Boxenstop einzulegen: die Blase drueckt. Die Maedels schienen sich synchronisert zu haben denn wir hielten ohne Absprache und sichtkontokt alle an diesem Autohof. Jetzt war auch der Zeitpunkt letzte versaeumnisse aufzuholen und gypson kaufte eine Zahnbuerste, kosick ergatterte sich noch 2 3 Pappbecher fuer die Bierfaesser. Alles geleert bzw. aufgefuellt und weiter gings. Die Abfahrt Nora natuerlich verpasst… also wir waren uns nicht mehr sicher welche wir runter fahren mussten. Die naechste runter – schnell gedreht und wieder drauf Richtung Dresden. Abfahrt Nore: wunderbar gleich nach der Abfahrt schon erste Richtungsschilder zum Highfield. Man koennte meinen wir fahren das erste Mal nach Hohenfelden. Immer wieder staunen wir auf dem Weg zum Zeltplatz wie klein doch eigentlich Muenchen ist. Endlich angekommen war noch noicht alzuviel los und wir ergatterten einen Parkplatz in Eingangsnaehe. Sophie hatte kleinere Schwierigkeiten im unebenen Huegelland ihr Gefaehrt unter KOntrolle zu halten – Kosick half. Vollgepackt mit tollen Sachen stellten wir uns gnadenlos ueberladen am ende der Schlange zur “Baendelvergabe” an. Fuer Illi und Cav war nun die Stunde der Wahrheit angebrochen, schliesslich waren das die einzigen zwei Trottel die noch keine Eintrittskarte hatten und das Highfield galt zu diesem Zeitpunkt schon lange als Ausverkauft. Geruechte gingen um das am Eingang zum Festivalgelaende 14oo noch Karten verkauft werden. Diese Zwei trennten sich also von uns und versuchten dort ihr Glueck. Es ging zum Glueck etwas schneller vorwaerts als gedacht und wir befanden uns ca 40min spaeter im Besitz eines neuen grauen Armbaendchens.

Elert und die anderen haben leider zu wenig Platz frei gehalten so dass wir 2 Planquadrate weiter ziehen mussten. Und dann fing der Aerger auch schon an: ein Securitymensch kam angeduest und meinte wir duerfen erst aufbauen wenn von vorn alle Plaetze aufgefuellt sind, bis dahin koennen wir zwar freihalten aber duerfen nix aufbauen. Gesagt getan, so galt es also erstmal das restliche BIER von den Autos runter zu schleppen. Endlich alles beisammen kan dann auch schon die Entwarnung von 2 weiteren Securitys welche den Startschuss zum
Aufbauen gaben. Sogleich zerstreute sich das bild von den umliegenden umhersitzenden und wartenden Rockern in ein wildes “Aufbaugewusel”.

Das Zelt stand, die Pavillione waren aneinandergetaped und die Fahne wehte: Zeit die ersten Faesser anzustechen. Prost! Nachdem das erste noch kuehle Bier die Kehle hinunter gerutscht ist erblickten wir IHN auch schon: ein etwa Daumen grosses Getier rekelte sich an der Innenseite unseres Pavillions. Juhu wir haben ein Haustier. Der Versuch dieses an die Leine zu nehmen und ueber den Zeltplatz spazieren zu fuehren scheiterte jedoch an der dicke des Seils.

Gluecklich und zufrieden, mit einem Bier in der Hand lehnten wir uns zurueck und beobachteten die einzige die es noch nicht geschafft hat ihr Zelt komplett aufzubauen: Susi.
Cav und Illi waren immernoch unterwegs um sich Karten zu besorgen. Sie lockten Susi durch einen gekonnten Taschenspielertrick an den Eingang um ihnen beim Tragen zu helfen, denn wie sich anschliessend rausstellte sollte ihre Faultheit belohnt worden sein: sie haben 2 der letzten 50 Karten kaufen koennen. Nachdem Cav sein Zelt notduerftig in liebevoller Kleinarbeit fertig gestellt hatte, hat er eine Gelegenheit seiner Vervielfaeltigung erkannt und schnappte sich unseren geliehenen Hammer um etwa 15m weiter 2 ansehnlichen Maedels beim Zeltaufbau zu helfen. Die Zeit schritt vorran und so fanden sich auch Tete und Flo ein. Alice aus dem Wunderland sollte erst am naechsten Tag zu uns stossen. Tete war mit dem altbekannten verrueckten Zelt angereist was etwa Platz fuer 40 Frauen bot. Es war langsam zeit mal vom guten Captain Morgan zu naschen… und bei einem zoegerlichen Lippen befeuchten blieb es freilich nicht. Borstis neuer Flachmann wurde eingeweiht und tanzte froehlich in der Runde.

Erste Nacht beim Highfield heisst Partyzelt – keine Frage. Man musste jedoch vorsichtig sein. Der richtige Eintrittswinkel war entscheidend sonst waere man in der eigenen Partyzeltatmosphaere verglueht. Es war sehr warm und die Bierpreise etwa genauso hoch wie die Temperatur. Wir drehten denoch munter unsere Runden bis wir nach einem abschliessenden Pogotanz das Zelt Richtung BGM-Camp verliessen.

Dort angekommen war keine Spur von Cav dem alten Trunkenbolt. Nachdem sich alle anderen gleich im Zelt verkrochen hatten nuckelte Kosick und Borsti noch an der Schnappsflasche. Dann war die Zeit reif um einen Blick in Cav’s Zelt zu werfen. Wir erwarteten mindestens 2 Frauen die wir nicht kannten… aber fanden lediglich einen schlafenden Cav mit einer vollen Palette Bier. Nachdem er auf unser gutes zureden immer noch nicht aus dem Zelt kam musste gehandelt werden. erst flogen die Dosen mit steigender Geschwindigkeit gegen Arsch und Bauch, doch die letzten 10 gingen in Richtung Oberkoerper/Kopf – keine Reaktion. Die Frage ob Cav ueberhaupt noch lebte stellten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Gegenteil, wenn er unbedingt in einem Schlafsack bleiben will dann bitte. Wir zogen ihn mit samt dem Schlafsack aus dem Zelt – keine Reaktion, also lag er da fuer etwa 2h.

Tag 1

highfield2008_gypsonDer Freitag sollte in aller frühe starten. Schon gegen 7 Uhr begaben sich gypson und kosick auf den Weg zu den örtlichen Sanitäranlagen. DIe Blase lies beide schon in aller Herrgottsfrühe aufwachen. Nach der Rückkehr beschlossen sie noch einmal kurz Kräfte für den anstrengenden Tag zu sammeln. Nur gypson lies das laute schnarchen eines benachbarten Bayer nicht los. Anstatt einfach die Augen zu zumachen regte er sich eine gute halbe Stunde zur Belustigung aller die auch schon einmal aufwachten, über diesen auf: “Verdammte scheisse, dass kann doch net dein Ernst sein!!! So geht das net, da musst du wo anders zelten.  Wer ist denn das? Ich werd noch verrückt!…” Das fluchen nahm kein Ende weshalb sich kosick – im selben Zelt schlafend – entschloss aufzustehen.Ausschlaggebend für diese Entscheidung war auch das verrückte aussehen gypsons Gesicht, welches jegliche Form verloren hatte. Eine Geisterbahn war nichts dagegen. Draussen angekommen erblickte er auch schon illi, borsti, Cav und ein paar andere Gestalten, welche schon mit der morgendlichen Pflege begonnen hatten. Cav war leicht verrwirrt bezüglich des gestrigen Abends, meinte er doch unwissend zu uns: “Vor allem müsst ihr mal in mein Zelt schauen, da liegen alle Bierdosen verstreut, ich will mal wissen was ich gestern noch gemacht habe…” Das gelächter war natürlich groß, gab es ja noch einen nächtlichen Besuch von borsti und kosick. Fugg schien noch vom Vortag auf seinen Stuhl zu sitzen, schließlich fand er eine Menge Spass daran, in eiseskälte jede Nacht auf diesem einzuschlafen. Nachdem das erste Bier geöffnet wurde, wusste jeder wie der Tag enden würde, die Worte: “Bis morgen dann!” wurden obligatorisch und sollten jeden Tag einläuten.

highfield2008_jackeDas Wetter war extrem schlecht, es hatte schon in der Früh angefangen zu regnen. Daher konnten wir uns aber auch gut über gypsons  Klappstuhl (oh nein, ich hab Stuhl gesagt)  amüsieren, welcher die ganze Zeit im Regen lag. Klar das gypson am Vortag nicht mehr in der Lage war diesen unter einen der 27 durch Pavillions überdachten Quadratmeter zu stellen. Die erwarte Begeisterung gypsons blieb aus, als er aufstand und das Elend sah. Erste Amtshandlung vom selbigen: Ein lautes “Wer von euch assis hat heut früh so laut geschnarcht?” sollte den besagten Bayer rügen. Nun wurde erst einmal essen gemacht, unser Haustier Prickler bekam auch ein Maiskorn, alle waren gut gesättigt und der Tag nahm im Regen seinen Lauf. Komplett glücklich ließen alle sich das Bier in den Rachen laufen. Nur gypson begann etwas zu nörgeln, ihn kotzte das Wetter total an, was sich dann aber mit steigendem Alkohol- und THC-Spiegel relativierte. Nach einem lustigen Besuch vom Elert und Toni dauerte auch nicht mehr lange, da kämpfte sich Alice, aus dem Wunderland zum Highfield, musste aber in Hohenfelden parken, da alle Parkplätze überfüllt waren. Schließlich sollten The Subways das Festival eröffnen, schnell noch die TetraPaks mit Mischung gefüllt und schon standen wir vor der Bühne und freuten uns das das Wetter umschwang und die Sonne langsam rauskam. Gut nur das Susi vorher noch anfing ihr Zelt “abzudichten” worüber sich alle lustig machten. Bis We are Scientists sowie Kaisers Orchestra, Bloc Party und The Killers spielten ging es noch einmal zum Zelt um kurz Nahrung zu schaufeln und zwischen dem ganzen Schnappes auch mal ein Bier zu trinken. Schließlich fanden wir uns alle gut angetrunken im Zelt wieder und kurz vor Kaisers Orchestra sollte sich die nächste verrückte Aktion anbahnen. Ein Dude sprach kosick wegen seiner, mittlerweile bestimmt 6 Jahre alten, qotsa-Trainingsjacke an. Schließlich kam es zu einem verrückten Deal, in welchen selbiger diese für 5 Euro an ihn verkaufte. Klingt komisch, ist aber so. Borsti warf die Hände über den Kopf, wie besoffen musste er schon wieder sein, so ein Tauschgeschäft zu tätigen, wusste er doch nicht das diese Jacke das hf eh nicht überleben sollte. kosicks freudestrahlendes Gesicht sagte alles, bekam er doch noch Geld für eine total alte, zerissene Jacke, welche einen total ausgeleierten Ärmel hatte. Schließlich ging die sauferei weiter und schon zu den Killers sollten alle ihre Mischung geleert haben um den Heimweg ins bgm-Camp anzutreten. Dort angekommen bot sich ein Bild des verrückten Haufens, wie man es selten erleben kann. Alles waren ordentlich angeputzt und fugg schlief sollte wieder seelenruhig in seinem Sthl einschlafen. Borsti lies sich nicht lumpen und trank auch den Kräuter der jüngeren Mitgereisten, welche die bgmler mal wieder unter ihre fittiche nahmen.Mittlerweile stellte sich heraus, dass auch die”tussigen” Freundinnen von Alice sehr lustig waren, sich am saufgelage aber nicht beteiligen wollten. Selbst Cav erschien wieder am Camp, hatte er wohl alle Frauen schon auf dem Weg dorthin vernascht. Glücklich und zufrieden, legten sich dann alle irgendwann Nachts in den eiskalten schlafsack, die Nächte sollten doch extrem kühl werden.

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by macborsti